Wenn alles anders wird

Wenn alles anders wird

Verwänderung, was heißt das? - Das es ist nicht mehr so ist, wie es einmal war.

Wir sind umgezogen

Ich bin mit meiner Familie umgezogen, von Memmingen/Steinheim nach Augsburg. Es war ein langer Prozess. Noch bevor der Umzug ganz sicher war, bin ich voller Unruhe durch die alte Wohnung gegangen und habe überlegt, was alles mit muss. Dann die ersten Besuche im neuen Haus mit dem Meterstab in der Hand. Pläne wurden gemacht und wieder verworfen. Dann das lange Warten auf den Umzug. Wie oft sind wir jedes Zimmer durchgegangen, bis alles in Kisten verpackt und augemistet war. In der Nacht, bevor die Umzugswagen kamen, habe ich kaum geschlafen. Jetzt sind wir da, die Einrichtung im neuen Haus hat Gestalt angenommen. Die Erinnerung an die alte Wohnung schwinden. Die letzen Bilder, die in Erinnerung bleiben, sind nur noch leere Zimmer.

Unser Leben braucht Veränderung

Ein Tapetenwechsel tut gut sagt man. Veränderungen lassen uns kreativ werden, sie setzen neue Kräfte frei. Allerdings sind sie immer wieder durch Phasen der Unsicherheit gekennzeichnet.
Unser Leben braucht deshalb von Zeit eine Veränderung. Es war uns schon seit einigen Jahren klar, dass es so in Steinheim nicht mehr weitergehen würde. Aber wir wussten icht genau, wann und wie die Veränderung kommen würde. Wir planten auf jeden Fall noch zu bleiben, bis unser Sohn dass Abi macht.
Der Umzug hat natürlich enorme Kräfte freigesetzt. Oft haben wir bis zur Erschöpfung gearbeitet. Und es blieb natürlich die Angst und Unsicherheit, wie es wird im neuen Zuhause und ob der Umzug in Zeiten von Corona überhaupt stattfinden kann.

Die Coronakrise

Auch die Coronakrise geht mit großen Veränderungen einher. Krise bedeutet immer eine Zeit der "Enscheidung". Man weiß noch nicht, wie es ausgeht, wohin die Verändung geht. Ob sie sich zum Guten wendet, oder ins Negative abkippt.
Aber für den aufmerksamen Beobachter war es schon seit langem klar, dass es ewig so nicht weitergehen konnte. Es war nur nicht klar, woher und wodurch die Veränderung kommen würde. Ein große kriegerische Auseinandersetzung im nahen Osten oder ein atomarer Konflikt mit Nordkorea? Eine Ebolaepidemie? Ein terroristischer Anschlag mit nuklearem oder biochemischen Material? Gegen all diese möglichen Schreckenszenarien der Coronavirus weniger bedrohlich. Seine Ausbreitung lässt sich mit relativ einfachen Mitteln wie Hygiene mit Seife und Kontaktreduzierung bremsen. Was sich heute abschätzen lässt, haben wir die Ausbreitung der Epedimie zumindestens bei uns im Deutschland im Griff. In anderen Ländern mit einemweniger gut organisiertem Gesundheitswesen sieht es da leider ganz anders aus.
Die Corona- Krise bedeutet für jeden von uns eine große Veränderung. Und darin liegt die Chance. Wir haben es als Gesellschaft noch und Gott sei Dank, selbst in der Hand, was wir aus dieser Krise machen. Dass der weltweite CO2-Austoß zurückgegagen ist (der billigere Benzipreis ist dafür ein untrügliches Anzeichen), gibt zu denken. Was vorher viele Konferenzen und Absichtserklärungen nicht geschafft haben, ist einem kleinem Virus gelungen.

Karfreitag und Ostern sind Veränderung

Auch Karfreitag und Ostern bedeuten Veränderung. Rein historisch bedeutet sie die Geburtstunde des Christentums. Ohne sie hätte es das Christentum, die Kirche und das christliche Abendland nicht gegeben.
Für Jesus bedeutet es Veränderung.

Heb. 5:8 So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt.

So schreit es der Hebräerbrief. Was Leiden und Sterben für ihn bedeutet hat, dass können wir erahnen und es wird uns in diesen Zeit noch einemal neu bewusst. Was aber jenseits unser Erfahrung liegt, ist die Veränderung, die mit Jesus an Ostern passiert ist. Ewiges Leben über den Tod hinaus, in der Nähe Gottes.
Auch die Jünger haben eine große Veränderung erlebt. Sie hatten vor der Kreuzigung große Erwartungen an Jesus. Durch den Messias sollte alles anders werden auf dieser Erde, so dachten sie. All diese Erwartungen wurden dann zunächst bitter enttäuscht, als sie sehen mussten, dass Ihr Meister gefangengenommen, verurteilt und gekreuzigt wurde. Sie selbst waren ohnmächtig, hilflos und verwirrt. So wie Petrus, der auf ganzer Linie versagte, als er Jesus dreimal verleugnete. Es war für die Jünger die größe anzunehmende Katastrophe (GAU), was da passierte.
Hier setzt nun Ostern ein. Ostern brachte die Veränderung. Karfreitag war das Ende, Ostern der Neuanfang.
Gerade deshalb ist Ostern jetzt so wichtig. Egal, ob sie nun an die metaphysischen Auswirkungen von Ostern glauben oder nicht, es ist und bleibt das größte Hoffnungszeichen unseres christlichen Abendlandes.
Wir dürfen durch Ostern glauben und hoffen, dass es ein "Danach" gibt. Eine Zeit, wo das Leben wieder zu seiner Normalität zurückkehrt. Eine Zeit, in der Tod und Leid zu mindestens vorerst wieder hinter uns liegen und wir uns wieder am Leben an seiner ganzen Fülle und Breite wieder freuen können.