Fest in der Liebe bleiben

Wie geht Liebe?

Predigttext Heb 13,1-3

Heb 13,1 Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. 2 Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. 3 Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil ihr auch noch im Leibe lebt.

Liebe ist der Dreh und Angelpunkt

  • in der Partnerschaft
  • zwischen Eltern und Kindern
  • die geschwisterliche Liebe
  • Liebe zu denen die uns hassen, die Feidesliebe

Darum sollen wir fest darin bleiben

wie Luther übersetzt

Gegenteil von fest wäre

  • lose
  • unverbindlich
  • flatterhaft
  • beliebig

Viele Angriffspunkte

  • sich selber herausstellen wollen
  • Geltungssucht
  • Neid
  • Altruismus
    • Suche ich mich im anderen nur selber
    • Selbstbestätigung durch die Hilflosgikeit des andern

Liebe, daran entscheidet sich,

  • ob unser Leben gelingt
  • ob unsere Partnerschaft geling
  • ob unser Gemeindeleben gelingt

Liebe, entscheidet sich in der Tat

  • man kann viel darüber diskutieren
  • aber entscheidend ist die Tat

Deswegen mahnt uns unser Text

  • Bleiben
  • nicht vergessen
  • erinnern

Es geht darum, immer wieder neu durchzubuchstabieren, was Liebe ist
Und das ein Leben lang!

Warum Liebe?

Wir sind Gottes Ebenbilder

Gen 1,27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau

Liebe ist keine Option.
Fehlen wir in der Liebe, erfüllen wir unseren Lebenszweck nicht.

Frankel: Mensch ist ein geistiges Wesen, er transzendiert sich selbst. Er muss auf etwas außerhalb seiner selbst ausgerichtet sein

Aber Martin Luther schreibt:

Der Mensch ist in sich selbst verkrümmt. Homos incurvatus in se

Der Mensch ist als Sünder auf sich selbst bezogen. Daran zeigt unser ganzer Jammer, unser Schicksal unser Wiederspruch, in dem wir leben.

Christus als wahrer Mensch

Wir brauchen deshalb die Erlösung in Christus
Er ist der wahre Mensch
Er ist das wahre Ebendbild Gottes
Die Liebe in Person
Wir müssen in Jesus Christus neu erschaffen werden, um unsere Bestimmung zu efüllen.
Durch ihn werden wir erneut in den Kraft- und Liebesstrom Gottes hinein, der in uns die Liebe bewirkt.

Eph 2,10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
Eph 4,15 Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus,

Soweit die Theorie, der theologische Überbaue, aber....

Wie entsteht die Liebe?

Sie fängt im Kopf an
Und deswegen müssen wir wie unser Predigttext sagt, immer wieder errinnert werden und sollen die Liebe nicht vergessen!
Es geht darum den Blickwinken zu verändern
Umzudenken, Buße zu tun

(Auch die erotische Liebe fängt im Kopf an)

Dieser Mann oder diese Frau könnte zu mir passen
Wie schön wäre es, wenn ich mit ihr oder ihm

  • spazieren gehen könnte
  • oder Händchen halten
  • oder?
    Plötzlich ist da ein Bild eine, Vorstellung da

Die Perspektive Gottes einnehmen

Vater unser, der du bis im Himmel

Nicht nur mein Vater, sondern der Vater aller
Und so heißt es zur Begründung der Feinesliebe

Mt 5,45 Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Was wäre, wenn....

Man könnte das auch eine paradoxe Annahme nennnen.

2 Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

Gäste machen viel Arbeit.
Sie bringen die gewohnte Ordnung durcheinander
Sie werden oft schnell zur Last
Was wäre wenn, dieser Gast nicht nur die lästige Tante ist, die uns besucht, sondern
vielleicht ein Engel
Schwer vorstellbar bei der Tante
Aber man weiß ja nie

ohne ihr Wissen

heißt es ja in unserem Predigttext

in die Haut des anderen schlüpfen

Davon redet auch unser Predigttext

3 Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene,

Auch hier wieder die Vorstellung, was wäre wenn ich selbst gefangen wäre.
Wier werden aufgefordert uns vollständig mit der Lage unseres Gegenüber zu identifiezieren.
Da muss man dann schon etwas Denkarbeit leisten.
Wie wäre dass, wenn ich selbst hinter Gittern sitzen würde.
Würde ich mich über einen Besuch freuen
Was würde mir gut tun.
Das kann man aber in der Theorie nicht herausfinden.
Ich muss zwar kein Verbrecher werden, um ins Gefängnis zu kommen
Aber es ist sicherlich hilfreich, mal im Gefängnis zu besuchen und ihn zu fragen, wie es ihm geht.

wir sitzen alle in einem Boot (Solidarität)

die Misshandelten, weil ihr auch noch im Leibe lebt.

Wir wissen nicht genau, wen der Schreiber hier gemeint hat.
Aber es gibt in jeder Gesellschaft Opfer von psychischer und physischer Gewalt.
Die Begründung ist hier interesant

weil ihr auch noch im Leibe lebt.

Ich würde übersetzen: weil wir selbst noch verletztbar sind
Wir können uns deshalb vorstellen, was es für uns bedeuten würde so mißhandelt zu werden
Und tatsächlich werden, wenn wir Bilder von leidenen Menschen sehen, in unserem Gehrin die gleichen Regionen aktiviert, also wenn wir selber Schmerzen empfinden würden.
Wir können diese Mitgefühle natürlich abblocken. Das geschieht z.B. im Krieg, so dass sich die Spirale der Gewalt immer schneller dreht.
Aber wir können diese Reaktionen auch nutzen, um daraus ein echtes Mitgefühl und Solidarität zu entwickeln

Schlussbemerkungen

Die Diakonie der ersten Christen

Quellen berichten, dass die Christen der ersten Jahrhunderte diese Worte ernst nahmen: Gastfreundschaft wurde hochgehalten, die Gefangenen wurden besucht, und man nahme sich der Kranken und der Opfer von Gewalt an.
Keine leeren Worte also
Und das war auch ein Grund, warum sich das Christentum so schnell verbreitet hat.

Auch Jesus war kein Liebestheoretiker

Heb 5,8 So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt.

Es ist sicherlich einer der theologischen Spitzensätze des Habräerbriefes. Und ich erspare ihnen jetzt die Ausführungen, warum das Neue Testament das komplette Gottesbild der antiken Philosophie auf den Kopf gestelt hat.
Der Sohn Gottes lernt
Er macht sich die Hände schmutzig
Er leidet mit uns und für uns
Er durchleidet was Menschsein bedeutet, um mit uns und für uns da zu sein

Welche Rolle spielt Jakobus?

Jakobus

Predigttext Mt 20,20-27

20 Da trat zu ihm die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten. 21 Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Lass diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. 22 Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie antworteten ihm: Ja, das können wir. 23 Er sprach zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben steht mir nicht zu. Das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist von meinem Vater. 24 Als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder. 25 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. 26 So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; 27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, 28 so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Die Aktion der Mutter

Die Szene

Unsere Geschichte beginnt mit der Mutter.
Sie hat quasi ihren großen Auftritt vor Jesus
Sie kommt vor Jesus und im Schlepptau ihre beiden erwachsenen Söhne
Sie fällt vor Jesus nieder.
Welch ein Bild.
Und Jesus geht auf sie ein. Er fragt:

Was willst du?

Die Bitte ist dann mehr als überraschend.
Keine Bitte um Heilung, wie sonst.
Sie möchte eine Positition, eine gesicherte Position für ihre Söhne.

Lass diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken.

Wir wissen nicht ganu, ob den beiden Söhnen die Aktion peinlich war, immerhin war sie ja erwachsene Söhne

Propeller Mütter

Welche Aktionen unternehmen Mütter (und Väter) nicht, um ihren Kindern den Weg zu ebenen? Um sie auf gesicherte Postionen zu bringen?
Dann wissen die Eltern: Jetzt sind unsere Kinder vesorgt.
Jetzt haben wir unser Aufgabe erfüllt.
Jetzt können wir ruhig alt werden
Nun könnte man an dieser Stelle lange über das Verhältnis von Eltern und Kinder nachdenken, doch das ist das Anliegen des Textes nicht.

Zentrale Frage. Welche Rolle spielt Jakobus und sein Bruder?

Diese Frage ist auch für uns wichtig, wenn wir heute am Jakobstag über jakobus nachdenken.
Welche Rolle spielen Jakobus und die anderen Apostel in unserem Glaubensleben.
Aber damit ist noch eine andere Frage verbunden:
Würden wir nicht auch so gern ganz oben sitzen?
(mal Hand nach oben)
Ganz nahe bei Jesus?
Ganz oben auf in der himmlischen Hierarchie?
Die Frage der Mutter, ist eine zu tiefst menschliche Frage.
Denn unser Leben hier auf Erden funktioniert nur mit so einer Rangordnung.
Wo jeder weiß wo er hingehört?
Aber gibt es so etwas auch im Himmel?

Gibt es vor Gott so eine Art himmlische Rangordnung?

Eine Art himmlische Bürokratie?
Ich stell mir das immer so vor, dass wenn Gott mich aus diesem Leben abberuft, dass ich dann noch im Himmel einen schönen "Schreibtischposten" bekomme. Vielleicht darf ich mich ja dann um eine Aufgabe kümmern, die mir besonders viel Spaß macht?
Ich darf vielleicht als kleines Rädchen in der großen himmlischen Abteilung für Waisenkinder arbeiten. Das wäre schön.

Die Mutter von Jakobs fordert aber keinen untergeordneten Bürobosten für ihre Söhne, sondern sie möchte, dass ihre Kinder ins himmlische Topmanagement aufsteigen, sozusagen die linke und rechet Hand Jesus.
Also zumindestens Chefsekräter oder sellvertretender Geschäftsführer.

Die Frage erregt Unruhe bei den Jüngern

24 Als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder.

An anderer Stelle hören wir sogar von einem handfesten Streit der Jüger, wer unter ihnen der Erste sein soll.
Klar jeder will doch der Erste sein, ganz weit vorne sitzen.

Jesus Antwort ist eine dreifache

Jesus zieht eine Grenze zwischen unserem Verstehen und Gottes Wirklichkeit

Ihr wisst nicht, was ihr bittet.

Die Mutter und ihre beiden Söhnen denken in menschlichen Maßstäben.
Aber bei Gott ist es anders.
Unser Denken lässt sich nicht einfach von unserer Perspektive aus hin verlängert werden auf das hin, was bei Gott gilt.
Selbst Jesus als der Sohn Gottes kann diese Grenze nicht einfach überschreiten:

das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben steht mir nicht zu. Das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist von meinem Vater.

Jesus ist darin ganz Mensch, ganz von Gott dem Vater abhängig.
Er kann nur das tun, was dem Willen des Vaters entspricht und alle Vollmacht und Autorität geht von ihm aus.
Wenn wir also fragen, welche Rolle Jakobus für uns spielt, müssen wir ganz nach Gottesmaßstäben fragen.

Gottes Maßstab: Bereitschaft zur Hingabe des Lebens

Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?

Fragt Jesus die beiden Brüder.

Dabei spielt er auf seinen eigenen Tod an

Lass diesen Kelch an mir vorüber gehen

betet Jesus im Garten Gethemane vor seiner Kreuzigung.

Wer geht jetzt noch mit?

Wer erhebt jetzt noch seine Hand?
Wer sagt jetzt noch mit den den beiden Brüdern?

:Ja, das können wir.

Martyrium des Jakobus

Wir wisen nicht mehr viel über das Leben des Jakobus
Ist er mit andern Jüngern in der Nacht der Verhaftung mit den andern Jüngern davon gelaufen?
Hat er wie Petrus Jesus zunächst verleugnet?
Jakob hat, wie wir in der Epistel gehört haben, das Verspreche eingehalten. Er ist als Märtyer ca 10 Jahre nach dem Tod Jesus 43/44 n. Christus gestorben.

Für was steht der Kelch?

Zunächst natürlich für das Kreuz
Aber beide stehen für ein Leben der Hingabe
Viktor Frankl, der Wiener Pschotherapeut sagt:
Der Mensch ist ein geistiges Wesen
Wir finden Erfüllung nur darin, das wir für etwas andere, für andere da sind.
Wer sein Leben für andere gib, verliert es gerade nicht, sondern findet auf wunderbare Weise gerade darin seine Erfüllung

Jakobus Vorbild im Glauben

Weil Jakobus diesen Weg des Glaubens in der Nachfolge bis zum Ende gegangen ist, ist er uns zum gemeinsamen Vorbild des Glaubens geworden.
Damit hat er seinen Platz unter den Aposteln und den Blutzeugen für Christi gefunden.
Wo er nun genau im Himmel sitzt, werden wir erfahren wenn wir dort sind.
Aber wir dürfen durch ihn auf Jesus sehen, so wie auch der Apostel Paulus sagt:

1 Cor 11,1 Folgt meinem Beispiel wie ich dem Beispiel Christi!

Wer unter euch groß sein will, sei euer Diener

Die dritte Antwort Jesu ist für alle Jünger bestimmt.
Sie ist für uns alle bestimmt, die wir die Kirche sind
Es ist ganz klar: Jesus weiß um die Verhältnisse der Welt:

: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun.

Aber er sagt den Jünger und uns:

26 So soll es nicht sein unter euch;

Nun brauche ich Ihnen sicherlich keinen Vortrag zu halten, dass in der Kirche oft leider nicht anders zu geht, als in der übrigen Welt

Aber eins ist klar: Kirche lebt nicht von der Bürokratie, sie lebt nicht von der Verwaltung, sie lebt nicht davon, dass es da ganz weltliche Machtstrukturen gibt, sonder sie lebt davon, dass es Menschen gibt, die dem Beispiel des Jakobus und Jesus Nachfolgen und diesen Satz von Herzen leben:

sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; 27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, 28 so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Gnadenspur

Gnadenspur

Predigtext

5.Mose 7,6 Denn du bist ein heiliges Volk dem Herrn, deinem Gott. Dich hat der Herr, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind. 7 Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker — denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, 8 sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat er euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. 9 So sollst du nun wissen, dass der Herr, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, 10 und vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen, und bringt sie um und säumt nicht, zu vergelten ins Angesicht denen, die ihn hassen. 11 So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du danach tust. 12 Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der Herr, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat,

Der Liebestest

Wie oft denken sie am Tag an Verordnungen, Gesetze, Terminkalender, todos?

  • Das muss ich noch machen
  • Das darf ich nicht!
    Wie oft denken sie am Tag daran, dass sie jemand liebt?
  • Meine Partner liebt mich!
  • Meine Kinder lieben lieben mich!
  • oder eben Gott liebt mich!

Wie stark sind die Gefühle, die sie dabei haben?

  • Ich schaff das ja doch nicht
  • Jetzt muss ich mich aber sputen
  • Mein Partner ist mir treu, er liebt mich wirklich

Beobachtung: Gedanke der Liebe sind oft sehr oberflächlich, während uns die Gebote so richtig gefangen nehmen, manchmal so gar ärgern!

Allein aus Gnade

Das Gesetz allein nicht weiterhelfen, sondern dass wir noch einen tiefen, inneren Antrieb brauchen, weiß schon der Apostel Paulus

Röm 2,4 Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

Gesetze und Verordnungen allen bewirken nicht. Sie können das Böse vielleicht aufhalten oder eingrenzen. Sie geben vielleicht einen Rahmen vor. Aber sie können niemals unser Herz verändern.
Und Gesetze können vor allem nicht alles regeln und sie schenken vor allem keine Erfüllung.
Sie können so gar uns in Wiedersprüche und Dilemas verstricken, wenn wir uns zwischen zwei Geboten entscheiden müssen.

Beispiel Ehe

Ein gutes Beispiel ist die Ehe
Es gibt einen gesetzlichen Rahmen für die Ehe
Aber wenn die Parnter sich nicht lieben, wird die Beziehung innerlich leer.
Und wenn die Partner anfangen gegeneinder kleinlich aufzurechnen.
Die Ehe ist tatsächlich ein Liebesbund von dem ja auch hier die Rede ist.

Die Spur führt auch ins Alte Testament

Nun sagt man allgemein, dass das Alte Testament "Das Gesetz" ist und im neuen Testament von Gottes Gnade und Liebe die Rede ist.
Aber so ganz ist das nicht richtig.

Es gibt eine Spur der Gnade, die sich vom Neuen Testament ins Alte zieht

Was der Text urspünglich bedeutet

Die Geschichtliche Situation

Die Forschung geht davon aus, dass das 5. Mose in der Zeit es König Josias 640-609 vor Christus entstanden ist
Keine einfache Zeit. Es war eine Zeit des politischen und religiösen Niedergangs.
Josia selbst starb 609 in einer Schlacht mit dem Pharao Necho
Aber Josia war ein frommer König.
Er wollte das Volk Israels von innen her erneuern.
Er reformierte den jüdischen Gottesdienst,, führt das Passahfest wieder ein. Er lehnte die Verehrung fremder Gottheiten radikal ab.
Bei der Renovierung des Tempels wurde ein Gesetzbuch gefunden, das bei vielen Forschern mit mit dem fünften Buch Mose gleichgesetzt wird.
Aber Josia und seine Theologen wussten genau. Nur mit dem Zeigefinger zu drohen nutzt nicht!
Die Menschen brauchen einen inneren Grund für ihren Handeln
Die Menschen müssen sich von Gottes Liebe und Treue getragen wissen

Die Absicht des Textes

Es geht darum, die Identität des Volkes zu stärken

Denn du bist ein heiliges Volk dem Herrn, deinem Gott

Diese Idendeität beruht auf der großen Heilstat Gottes

Darum hat er euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.

Das Verhältnis von Gott und Volk wird ähnlich einem uns aus dem Mittelalter bekannten Vasallenverhältnis beschrieben:

So sollst du nun wissen, dass der Herr, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten,

Gott garantiert für die Freiheit des Volkes, verlangt aber im Gegenzug Bundestreue durch das Einhalten der Gebote.

Das Besondere des Textes

Er redet von Gottes Barmherigkeit und Liebe

Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker — denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, 8 sondern weil er euch geliebt hat

Damit weist er über sich hinaus ins neue Testament

Vom Alten zum Neuen Testament

Unterschied zum Neuen Testamentes

Diese Gnade gilt auschließlich Israel
Gegenüber anderen Völkern soll Israel

keine Gnade gegen sie üben

heißte es nur wenige Verse vor unserem Predigtext.
Und das führt dann zu Anweisungen, die wir aus Sicht des Neuen Testamentes nicht mehr für gut heißen können:

  • Es geht um den Befehel zur Ausrottung aller andern Völker im gelobten Land
  • Das Konzept des Heiligen Krieges

Was ist eigentlich beim Neuen Testament anders?

Befreiung aus Ägpten

  • Zentrale Heilstat im Alten Testmant ist der Durchzug durch das Tote Meer
  • Erösung aus der Knechschaft in Ägypten
  • Begründet die Existens des Volkes Israel
  • Zu diesem Volk gehört man durch die Bescheidung
  • Volk wird von der Todesmacht durch das Blut des Passalamms gerettet

Tod und Auferstehung Jesus Christi

  • Zentrale Heilstat Gottes im Neuen Testament: Tod und Auferstehung Jesu
  • Erlösung aus der Knechschaft der Sünde und des todes
  • Begründet die Existens der Kirche
  • Blut Chrisi reinigt uns
  • Wir sind die Taufe in dieses Ereignis hineingenommen, wie wir im Episteltext gehört haben.

Was geschieht eigentlich mit Israel?

Hat Gott seine Bund, von dem wir in unserem Text lesen vergesen
Wir finden dazu die zentralen Aussagen im Römerbrief Kapitel 9-11.
Und Paulus führt alles wieder auf die Gnade zurück:

Röm 9,16 So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.

Und so ist, das was Paulus erlebt, nähmlich dass Gottes Evangelium auch für die Heiden gilt, ein Akt reiner Gnade und Erwählung.
Dies bringt er sehr anschaulich im Bild vom Ölbaum zum Ausdruck

11:17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.

Israel ist also die Wurzel! Und das was im Alten Testament geschehen ist, dient uns als Vorbild

In die Spur der Gnade eintreten

Unterschied zwischen Selbstkontrolle und Selbststeuerung

Wer nur Gesetzt kennt und befolgt, kann sich und andere zwar kontrollieren, aber er steht unter einem Kontrollzwang
In der modernen Persönlichkeitsentwicklung nennt man das den Unterschied zwischen Selbststeuerung und Selbstkontrolle.
Sie beruht auch auf neurologischen Erkenntnisen.
Paulus wusste das auch schon:

2 Kor 3,6 Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Um Gesetze und Verodnungen ohne Zwang zu folgen, braucht es einen tieferen Grund, einen Gnaden oder Liebesgrund!
Dann befolgen wir die Gebote quasi von allein
sponte et hillariter hat Luther gesagt: spontan und fröhlich!
Was kommt also zuerst?
Oder über was sollen wir mehr nachdenken und bestimmen lassen?
Ich komme noch mal auf unsern Eingangstest zurück:
Die Antwort der Bibel ist klar:
Gottes Liebe kommt zuerst, seine Zusage an uns, und wenn wir in dieser Spur der Gnade eintreten, kommt das andere automatisch, dass wir die Gebote befolgen.

Das Gnadenleitbild

Um in diesen Zustand zu kommen, dürfen wir aber nicht bei den Gesetzen anfangen, sondern eben bei der Gnade.
Wir müssen der Gnade in unserem Leben Raum geben
Sie groß werden lassen
Sie lenkt den Blick von unserem eigenen Tun und Versagen hin auf etwas größeres:

7 Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker — denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, 8 sondern weil er euch geliebt hat

Das Bild vom Bund und der Barmherzigkeit und Gottes Güte ist ein Bild der Gnade aus dem AT, dass auch für uns heute noch gilt:
Auch wenn uns in Jesus Christus ein größeres und tieferes Bild gegeben ist.

  • Gott hat mit uns in Jesus Christus den neuen Bund Bund geschlossen
  • Er besiegtelt durch das Blut Christi und wir sind in ihn hineingenomen durch unsere Taufe
  • Dieser Bund beruht nicht auf unseren Leistungen, sondern auf Gottes Liebe - er ist ein Gnadenbund
  • Dieser Bund soll uns leiten und führen. An ihn sollen wir denken und uns von ihm tragen und bestimmen lassen.

    9 So sollst du nun wissen, dass der Herr, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten

Wie hältst du es mit Jesus?

Lukas 5: Fischzug des Petrus

Wie hälst du es mit der Religion?

fragt Gretchen bei Göthe den Dr. Faust
Es ist die Gretchenfrage
Die Frage auf die alles ankommt.
Nun von Religion hält jeder irgendetwas
Auch Gretchen hat diese Frage nicht weitergebracht.
Denn Dr. Faust antwortet nur ausweichend. Und schließlich lässt Gretchen von der Diskussion mit dem gelehrtem Doktor ab

Wie hälst du es mit Jesus?

Vielleicht hätte Gretchen diese Frage weitergebracht?
Denn hier hat sich Dr. Faustus in seinem Monolog in der Osternacht Zweifel an der Aufersthung Jesus formuliert.
Wie hälst du es mit Jesus?
Diese Frage wir uns zu einer Gretchenfrage?

  • Sie entscheidet darüber, ob sich das christliche Abendland noch christlich nennen darf?
  • Sie wird auch über das Schicksal der Kirche entscheiden, ob sie eine christliche Kirche ist oder nur eine Religionsgemeinschaft
  • Und sie ist letzlich auch für unser eigenes Leben im wahrsten Sinne des Wortes entscheidend.

Dogmatische Antwort reicht nicht aus

Um diese Frage zu beanworten können, reicht es aber nicht aus in einem Lehrbuch der Dogmatik nach zu lesen.
Dogmatik ist schon gut, aber sie reicht nicht aus
Und wenn sie mit ihren Fragen und Unterscheidungen alles überwuchert, hat sie die Kirche immer wieder in Phasen der Erstarrung geführt.
Nein was wir brauchen ist eine persönliche Erfahrung, eine persönliche Beziehung mit Jesus.
Nun leben wir aber nicht mehr zur Zeit Jesus.
Wir sind auf die Geschichte angewiesen, die uns die Bibel überliefert.
Eine der schönsten Geschichten finden wir bei Lukuas im fünften Kapitel

Predigtext

Lukas 5,1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth 2 und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. 4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! 5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. 6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. 7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. 8 Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. 9 Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, 10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. 11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

Was sagt uns dieser Text (Überblick)

  1. Aus welcher Situation kommt Petrus?

  2. Petrus ist ein relativ unbeteiligter Zuhörer

  3. Petrus lässt sich von Jesus herausfordern lassen

  4. Petrus erfährt, wer Jesus ist

  5. Petrus übergibt Jesus sein Leben

Aus welcher Situation kommt Petrus?

Er kommt aus einer ganz anderen Situation

  • vergeblicher Fischfang
  • Nachtschicht
  • Nachtarbeit
  • Chaos des Alltags
  • Aufräumarbeiten

Was steckt da alles drin?

  • Unsere vergebliche Arbeit
  • Unser ganzer Lebenfrust und Mühe
  • Die Situation der Kirche, dass sie so viel tut und doch keine neuen Gläubigen gewinnt.
  • Vielleicht auch die Situation unser Kirchengemeinde: Wir tun doch alles was wir können. So viel Kraft, so viel Mühe, so viel Aufwand und doch so wenig Wirkung.

Petrus als relativ unbeteiligter Zuhörer

Jesus bittet Petrus um Mitarbeit

3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus.

  • akkustisches Hilfsmittel: das Boot auf dem See
  • Ich denke da an viele einfache Aufgaben die wir auch heute noch haben, um eine Veranstaltung vorzubereiten
    • Stühle stellen
  • Es ist eigentlich noch kein großer Glaube erforderlich
  • nur "passives" Mittun trotz langer Nacht

Es geht einfach um

  • Dabei sein
  • Jesus zuzuhören
  • Ihm "Etwas" zur Verfügung zu stellen
    • Zeit
    • Boot=materielle Ressourcen

Auch hier können wir ungeheuer viel lernen...

  • Diese erste Stufe, des Dazugehören ist wahnsinnig wichtig
  • Petrus wird von Jesus wahrgenommen
  • Er erhält eine kleine, aber wichtige Aufgabe
  • Und dabei geschieht etwas ganz natürliches: er hört Jesus zu

Petrus lässt sich von Jesus herausfordern

Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!

Plötzlich trifft uns ein Wort von Jesus

  • Was gar nicht in unseren Kram passt
  • Ein bißchen verrückt
  • Aber ungefährlich
  • Ein kleines Alltagswagnis
  • Kneifen wir jetzt?
  • Oder lassen wir es darauf ankommen?

Wir wissen nicht, was Petrus gedacht hat

  • Du blöder Rabbi, du verstehts bestimmt nichts vom Fischen!
  • Kannst du dir eingentlich vorstellen
    • Die ganze Nacht gefischt....
    • dann habe ich mein Boot für dich bereit gestellt
    • und jetzt das....
  • Er sagt nur:

    Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.

Wagnis des Glaubens

Immer wieder die gleiche Erfahrung

  • Beispiele
    • Abraham
    • Mose
    • David
    • Jeremia

Viele scheitern an diesem Punkt

  • Es ist ihnen zu riskant
  • Sie wollen sich nicht blamieren
  • Sie vertrauen Jesus nicht in einem Gebiet, wo sie meinen Experten zu sein

Wir meinen alles besser zu wissen und verstanden zu haben

  • Aber oft sind Gottes Pläne ganz anders, als wir das gedacht habe
  • Und vielleicht "fischen" wir übertragen tatsächlich an der falschen Stelle und zur falschen zeit und merken es nur nicht.

Petrus erkennt, wer Jesus ist

Der große Fischfang, anders als erwartet

  • Es sind nicht wenige sondern viele
  • Symbol für die Fülle
  • Symbol für das Menschenfischen

Symbol für die reiche Gnade Gottes in Jesus Christus

  • es ist Gottes Gnade allein
  • wir haben keinen Anspruch auf die vielen Fische
  • manchmal dürfen wir uns auch über wenige freuen

Entscheidend ist die Erfahrung mit Jesus

  • Petrus hat eine Erfahrung mit Jesus gemacht
  • die über das bloße Zuhören hinaus geht
  • die über den zunächst beschränkten Einsatz von Zeit, und Ressourcen hinaus geht
  • Jesus hat etwas für Petrus getan

Erkenntnis: Unterschied zwischen mir und Jesus

  • Wer ist Jesus ?

    Gehe von mir hinaus

  • Wer bin ich

    Ich bin ein sündiger Mesch

Art der Erkenntnis

  • kein Buchwissen
  • tiefere Erkenntnis
  • Jda im Hebräischen
  • bis ins Körperliche

    fiel auf die Füße
    ein Schrecken hat ihn erfasst

Notiz zu Jakobus:

Das ist er übrigens, der Jakobus, über den so wenig in der Bibel steht und der so viel für unsere Gemeinde bedeutet:

10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten.

Es ist also nicht nur eine Petrusgeschichte, sondern auch eine Jakobusgeschichte!

Petrus wird von Jesus berufen

Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. 11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

Überwältigende Gnade

Es passiert einfach so
Augustin hat das als überwältigende Gnade beschrieben
Petrus und die anderen (damit also auch Jakobus und wir) werden in das Reich Gottes hineingezogen

Das ganze Leben verändert sich

  • Boote und Fischfang sind nicht mehr wichtig
  • Sie werden zurückgelassen
  • Jesus und sein Auftrag werden wichtig

"Menschenfischer" werden

Petrus hatte also tatsächlich in seinem Leben an der falschen Stelle gefischt
Und nach den falschen Fischen!
Seine Berufung war es nicht Fische zu fangen, sondern Menschen!
Und da Petrus der "Fels" ist auf den Jesus seine Kirche bauen wird ist das auch die Berufung der Kirche.
Und nachdem Jakobus hier ganz stllschweigend mitberufen wird "Menschenfischer" zu werden, sind auch wir als Jakobsgemeinde berufen "Menschenfischer" zu sein.

Hauptberuf oder Nebenberuf?

Es ist sicherlich nicht jedeman/jedermanns Aufgabe alles wie Petrus zurücklassen und "Menschenfischerei" zum Hauptberuf machen.
Das war auch schon zur Zeit des neuen Testamentes nicht so. Es gab auch viele Jünger Jeus, die in ihren Häusern und Berufen blieben und Jesus von ihr aus untersützen.
Aber im Nebenberuf sind wir als "Christen" alle dazu berufen "Menschenfischer" zu sein.

Warum ist die Kirche so frustiert?

Jedes Jahr verlieren wir in Deutschland eine Großstadt.
Dabei arbeiten wir so hart. Die Vollzeitichen und die Ehrenamtlichen: Wir alle könnten sagen:

Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen;

Aber vielelicht liegt es ja daran, dass wir unsere eigenen Fische fangen wollen mit unseren eigenen Wissen und Methoden, wie wir meinen das es richtig ist.

Wenn nicht all unser tun und handeln als Einzelperson, als Gemeinde oder als Kirche ganz tief von Jesus und von der Gnade herkommt
dann bleibt all unser tun "Gschaftelhuberei"
Werksgerechtigkeit, würde Luther sagen
oder Aktivismus, der uns ermüdet und ausbrennt!

Der Auftrag der Kirche ist an Jesus gebunden

Dabei ist der Aurtrag der Kirche ganz klar an Jesus gebunden:

Math 28,19-20 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.

Wie hälst du es mit Jesus?

Wir kommen an Jesus nicht vorbei.
Weder in unserem privaten Leben, noch als Gemeinde noch als Kirche.
Aber mann kann Jesus nicht als Konserve im Bibelladen kaufen.
Man kann ihn nicht in die Tasche stecken.
Man kann sich ihm näheren, indem wie Petrus sich einladen lässt auf ihn zu hören und uns ihm und unser Hab und Gut zur Verfügung zu stellen.
Wir könnten um die Gnade bitten, dass Jesus uns durch kleine oder große Herausforderungen im Glauben uns näher zu sich führt.
Aber eigentlich kann man sich Jesus so wie Petrus nur Knien näheren in der Erkenntnis, dass ich ein Sünder bin und seine Gnade nciht verdient habe.