Um welche Mitte tanzen?


Zeitungspredigt zu 2. Mose 33,17-23 mit Exlusivinterviews von Aron und Mose und einem Kommentar von Pfr. Dr. Martin Burkhardt

Predigttext

  1. Mose 33,17 Der Herr sprach zu Mose: Auch das, was du jetzt gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen. 18 Und Mose sprach: Lass mich deine Herrlichkeit sehen! 19 Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will vor dir kundtun den Namen des Herrn: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich. 20 Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. 21 Und der Herr sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen. 22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. 23 Dann will ich meine Hand von dir tun und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.

Dramatische Vorgänge in der Wüste (Zeitungsbericht)

Was ist diesem Predigttext vorausgegangen. Lesen sie dazu folgenden Zeitungsbericht.

Nach dem geglückten Auszug aus Ägypten spitzt sich die Lage am Berg Sinai zu

Moses, der religiöse Führer verschwindet auf auf dem Berg

  • vierzig Tage lang
  • gilt als verschollen

Abfall: Kampf um das goldene Kalb

  • Aaoron sein Bruder ergreift die Initiative
  • sammelt Gold
  • gießt ein goldenes Kalb
  • als Götzenstandbild
  • veranstaltet ein rauschendes Fest

unerwartet trifft Moses wieder ein

  • entsetzt, was er sieht
  • zerbricht die Tafel (die mutmaßlich von Gott selber stammen)
  • Mit Fürbitte vor Gott versuchte er Gotte Gericht abzuwenden

Hören sie nun das Exclusivinterview mit Mose und Aaron

Interview mit Aaron zum Thema „Götzendienst“

Warum fällt ihr ein so schlechtes Urteil über mich?

  • Tanz um goldene Kalb als Redeweise
  • Ich komme in der Geschichte als Verführer weg

aber jetzt mal ehrlich….

  • war es meine Schuld, das Moses so lange weggeblieben ist
  • Die Menschen wurden unruhig, hatten Angst

Mensch braucht, doch etwas sichtbares, woran er sich festhalten kann

  • Riten
  • Statuen
  • Bilder

Ihr habt doch auch hier eure Kirche

  • mit Altar
  • Bildern

Religion ist doch etwas für die Macher

  • sie muss inszentiert werden
  • in glänzenden Gottesdiensten
  • tollen Programmen

nur so kann man das Volk bei der Stange halten

nur so könnt ihr Volkskirche sein

  • was wäre eure Kirche ohne Weihnachten?
  • ohne eure schönen liturgischen Gottesdienste?
  • aber begegnet ihr Gott da wirklich?

Interview mit Mose zum Thema „wahre Gottesbegegnung“

Das was Aaron gesagt hat, macht mich sehr nachdenklich:

ja, natürlich Gottesdienste sind wichtig

  • Gottesdienste sind wichtig für das Volk
  • darum, habe ich ja auch nach Gottesanweisungen eine Stiftshütte gebaut.
  • aber die ist nicht ein selbstfabriziertes Götzenbild, das der Phantasie der Menschen entspricht, sondern ich habe sie peinlich genau nach Gottes Plänen errichten

Aber kommt es nicht auf die wahre Gottesbegegnung an?

Wahre Gottesbegegnung …

  • kann man nicht machen
  • ist nicht kontrollierbar
  • ist nicht Möglichkeit des Menschen
  • führt den Menschen ans äußerste seiner Existenz
  • sondern Möglichkeit Gottes

    wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig

Traut also denen nicht, die sagen…

  • mit einem schönen Gottesdienst sei schon alles erreicht
  • die sagen, sie hätten Religion in der Tasche
  • die euch billige Religion verkaufen
  • und eure Seelen beschwichtigen
  • mit billigen Bildern und seien sie auch noch glänzend aus Gold
  • Religion in dieser Art
    • ist Opium für das Volk (Karl Marx)
    • sie verändert euch nicht
    • sie befreit eure Seelen nicht

Sucht das wahre Angesicht Gottes

  • es ist riskant
    • denn wer ihn sieht
    • der muss sterben
  • es verändert euer Leben
    • ihr werden nicht mehr die selben sein
  • sucht das wahre Angesicht Gottes in Jesus Christus

Kommentar von Dr. Martin Burkhardt zum Thema Gottesbegegnung

Gott ist eben nicht verfügbar

Deshalb basteln wir uns halt Hilfskonstruktionen, wie Aaron mit dem goldenen Kalb

Das führt zu einer großen Unsicherheit

  • Was ist nun richtig?
  • Wer ist der wahre Vertreter Gottes?
    • Moses
    • Aaron
  • Und deshalb gibt es auch in der Religion so viele Streitereien.
  • Schon Kain und Abel haben über das rechte Opfer gestritten
  • Und hier streiten die Brüder Mose und Aron um den wahren Gottesdienst
  • Und wir denken an den Streit unter den Konfsssionen

Kirche heute

  • Mir schwant, dass wir vielfach einen Tanz um das goldene Kalb aufführen.
  • Geld und Zeit wird für Dinge verwendet, um scheinbare Gottesbegungen zu erzeugen
  • Teil der „selbstverschuldeten Krise"

Was sind die Alternativen?

  • müssen wir alle wie Mose auf den Berg gehen um Gott zu suchen
    • Meditieren
    • Die Stille suchen?
  • Geht es darum die Gebote genauer einzuhalten?

Dabei ist de Lösung so einfach!

Wer seht in der Mitte?

  • Wer steht in der Mitte, und um was tanzen wir herum?
  • Historiker: Geschichte war eine Anspielung auf die beiden Stiere die im Tempel von Samaria standen im Allerheiligsten, eben wie das uns bekannte Allerheiligste wie die Cherubim

“Das Trauen und Glauben des Herzens macht beide Gott und Abgott“ (M. Luther: Großer Katechismus zum ersten Gebot“

Im Zentrum stehen, was ist das?

2 sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! (Psalm 1)

  • das worum unsere Gedanken kreisen

Da können wir natürlich schon fragen, ob wir um ihn herumtanzen? Unsere Gedanke um ihn Kreisen und wir ihn vor Augen haben?

In der Mitte steht Jesus

Mose konnte das Angesicht Gottes nicht sehen:

Die Herrlichkeit Gottes ging vorüber und er durfte hinterher sehen, den „Rücken“ Gottes sozusagen.

Wir dürfen in Jesus Christus das Angesicht Gottes sehen

Um ihn darf sich in unserem Leben , in unserem Alltag und hoffentlich auch in unserer Kirche alles um ihn drehen!

Um ihn dürfen wir auch zögern herumtanzen, wenn uns danach ist

Um ihn dürfen auch unser Gedanken kreisen.

Wir dürfen uns über ihn freuen, wie die kleinen Kinder

Unser Herr und Heiland, der uns alles geschenkt hat.

Amen

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