Wie hältst du es mit Jesus?

Lukas 5: Fischzug des Petrus

Wie hälst du es mit der Religion?

fragt Gretchen bei Göthe den Dr. Faust
Es ist die Gretchenfrage
Die Frage auf die alles ankommt.
Nun von Religion hält jeder irgendetwas
Auch Gretchen hat diese Frage nicht weitergebracht.
Denn Dr. Faust antwortet nur ausweichend. Und schließlich lässt Gretchen von der Diskussion mit dem gelehrtem Doktor ab

Wie hälst du es mit Jesus?

Vielleicht hätte Gretchen diese Frage weitergebracht?
Denn hier hat sich Dr. Faustus in seinem Monolog in der Osternacht Zweifel an der Aufersthung Jesus formuliert.
Wie hälst du es mit Jesus?
Diese Frage wir uns zu einer Gretchenfrage?

  • Sie entscheidet darüber, ob sich das christliche Abendland noch christlich nennen darf?
  • Sie wird auch über das Schicksal der Kirche entscheiden, ob sie eine christliche Kirche ist oder nur eine Religionsgemeinschaft
  • Und sie ist letzlich auch für unser eigenes Leben im wahrsten Sinne des Wortes entscheidend.

Dogmatische Antwort reicht nicht aus

Um diese Frage zu beanworten können, reicht es aber nicht aus in einem Lehrbuch der Dogmatik nach zu lesen.
Dogmatik ist schon gut, aber sie reicht nicht aus
Und wenn sie mit ihren Fragen und Unterscheidungen alles überwuchert, hat sie die Kirche immer wieder in Phasen der Erstarrung geführt.
Nein was wir brauchen ist eine persönliche Erfahrung, eine persönliche Beziehung mit Jesus.
Nun leben wir aber nicht mehr zur Zeit Jesus.
Wir sind auf die Geschichte angewiesen, die uns die Bibel überliefert.
Eine der schönsten Geschichten finden wir bei Lukuas im fünften Kapitel

Predigtext

Lukas 5,1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth 2 und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. 4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! 5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. 6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. 7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. 8 Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. 9 Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, 10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. 11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

Was sagt uns dieser Text (Überblick)

  1. Aus welcher Situation kommt Petrus?

  2. Petrus ist ein relativ unbeteiligter Zuhörer

  3. Petrus lässt sich von Jesus herausfordern lassen

  4. Petrus erfährt, wer Jesus ist

  5. Petrus übergibt Jesus sein Leben

Aus welcher Situation kommt Petrus?

Er kommt aus einer ganz anderen Situation

  • vergeblicher Fischfang
  • Nachtschicht
  • Nachtarbeit
  • Chaos des Alltags
  • Aufräumarbeiten

Was steckt da alles drin?

  • Unsere vergebliche Arbeit
  • Unser ganzer Lebenfrust und Mühe
  • Die Situation der Kirche, dass sie so viel tut und doch keine neuen Gläubigen gewinnt.
  • Vielleicht auch die Situation unser Kirchengemeinde: Wir tun doch alles was wir können. So viel Kraft, so viel Mühe, so viel Aufwand und doch so wenig Wirkung.

Petrus als relativ unbeteiligter Zuhörer

Jesus bittet Petrus um Mitarbeit

3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus.

  • akkustisches Hilfsmittel: das Boot auf dem See
  • Ich denke da an viele einfache Aufgaben die wir auch heute noch haben, um eine Veranstaltung vorzubereiten
    • Stühle stellen
  • Es ist eigentlich noch kein großer Glaube erforderlich
  • nur "passives" Mittun trotz langer Nacht

Es geht einfach um

  • Dabei sein
  • Jesus zuzuhören
  • Ihm "Etwas" zur Verfügung zu stellen
    • Zeit
    • Boot=materielle Ressourcen

Auch hier können wir ungeheuer viel lernen...

  • Diese erste Stufe, des Dazugehören ist wahnsinnig wichtig
  • Petrus wird von Jesus wahrgenommen
  • Er erhält eine kleine, aber wichtige Aufgabe
  • Und dabei geschieht etwas ganz natürliches: er hört Jesus zu

Petrus lässt sich von Jesus herausfordern

Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!

Plötzlich trifft uns ein Wort von Jesus

  • Was gar nicht in unseren Kram passt
  • Ein bißchen verrückt
  • Aber ungefährlich
  • Ein kleines Alltagswagnis
  • Kneifen wir jetzt?
  • Oder lassen wir es darauf ankommen?

Wir wissen nicht, was Petrus gedacht hat

  • Du blöder Rabbi, du verstehts bestimmt nichts vom Fischen!
  • Kannst du dir eingentlich vorstellen
    • Die ganze Nacht gefischt....
    • dann habe ich mein Boot für dich bereit gestellt
    • und jetzt das....
  • Er sagt nur:

    Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.

Wagnis des Glaubens

Immer wieder die gleiche Erfahrung

  • Beispiele
    • Abraham
    • Mose
    • David
    • Jeremia

Viele scheitern an diesem Punkt

  • Es ist ihnen zu riskant
  • Sie wollen sich nicht blamieren
  • Sie vertrauen Jesus nicht in einem Gebiet, wo sie meinen Experten zu sein

Wir meinen alles besser zu wissen und verstanden zu haben

  • Aber oft sind Gottes Pläne ganz anders, als wir das gedacht habe
  • Und vielleicht "fischen" wir übertragen tatsächlich an der falschen Stelle und zur falschen zeit und merken es nur nicht.

Petrus erkennt, wer Jesus ist

Der große Fischfang, anders als erwartet

  • Es sind nicht wenige sondern viele
  • Symbol für die Fülle
  • Symbol für das Menschenfischen

Symbol für die reiche Gnade Gottes in Jesus Christus

  • es ist Gottes Gnade allein
  • wir haben keinen Anspruch auf die vielen Fische
  • manchmal dürfen wir uns auch über wenige freuen

Entscheidend ist die Erfahrung mit Jesus

  • Petrus hat eine Erfahrung mit Jesus gemacht
  • die über das bloße Zuhören hinaus geht
  • die über den zunächst beschränkten Einsatz von Zeit, und Ressourcen hinaus geht
  • Jesus hat etwas für Petrus getan

Erkenntnis: Unterschied zwischen mir und Jesus

  • Wer ist Jesus ?

    Gehe von mir hinaus

  • Wer bin ich

    Ich bin ein sündiger Mesch

Art der Erkenntnis

  • kein Buchwissen
  • tiefere Erkenntnis
  • Jda im Hebräischen
  • bis ins Körperliche

    fiel auf die Füße
    ein Schrecken hat ihn erfasst

Notiz zu Jakobus:

Das ist er übrigens, der Jakobus, über den so wenig in der Bibel steht und der so viel für unsere Gemeinde bedeutet:

10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten.

Es ist also nicht nur eine Petrusgeschichte, sondern auch eine Jakobusgeschichte!

Petrus wird von Jesus berufen

Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. 11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

Überwältigende Gnade

Es passiert einfach so
Augustin hat das als überwältigende Gnade beschrieben
Petrus und die anderen (damit also auch Jakobus und wir) werden in das Reich Gottes hineingezogen

Das ganze Leben verändert sich

  • Boote und Fischfang sind nicht mehr wichtig
  • Sie werden zurückgelassen
  • Jesus und sein Auftrag werden wichtig

"Menschenfischer" werden

Petrus hatte also tatsächlich in seinem Leben an der falschen Stelle gefischt
Und nach den falschen Fischen!
Seine Berufung war es nicht Fische zu fangen, sondern Menschen!
Und da Petrus der "Fels" ist auf den Jesus seine Kirche bauen wird ist das auch die Berufung der Kirche.
Und nachdem Jakobus hier ganz stllschweigend mitberufen wird "Menschenfischer" zu werden, sind auch wir als Jakobsgemeinde berufen "Menschenfischer" zu sein.

Hauptberuf oder Nebenberuf?

Es ist sicherlich nicht jedeman/jedermanns Aufgabe alles wie Petrus zurücklassen und "Menschenfischerei" zum Hauptberuf machen.
Das war auch schon zur Zeit des neuen Testamentes nicht so. Es gab auch viele Jünger Jeus, die in ihren Häusern und Berufen blieben und Jesus von ihr aus untersützen.
Aber im Nebenberuf sind wir als "Christen" alle dazu berufen "Menschenfischer" zu sein.

Warum ist die Kirche so frustiert?

Jedes Jahr verlieren wir in Deutschland eine Großstadt.
Dabei arbeiten wir so hart. Die Vollzeitichen und die Ehrenamtlichen: Wir alle könnten sagen:

Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen;

Aber vielelicht liegt es ja daran, dass wir unsere eigenen Fische fangen wollen mit unseren eigenen Wissen und Methoden, wie wir meinen das es richtig ist.

Wenn nicht all unser tun und handeln als Einzelperson, als Gemeinde oder als Kirche ganz tief von Jesus und von der Gnade herkommt
dann bleibt all unser tun "Gschaftelhuberei"
Werksgerechtigkeit, würde Luther sagen
oder Aktivismus, der uns ermüdet und ausbrennt!

Der Auftrag der Kirche ist an Jesus gebunden

Dabei ist der Aurtrag der Kirche ganz klar an Jesus gebunden:

Math 28,19-20 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.

Wie hälst du es mit Jesus?

Wir kommen an Jesus nicht vorbei.
Weder in unserem privaten Leben, noch als Gemeinde noch als Kirche.
Aber mann kann Jesus nicht als Konserve im Bibelladen kaufen.
Man kann ihn nicht in die Tasche stecken.
Man kann sich ihm näheren, indem wie Petrus sich einladen lässt auf ihn zu hören und uns ihm und unser Hab und Gut zur Verfügung zu stellen.
Wir könnten um die Gnade bitten, dass Jesus uns durch kleine oder große Herausforderungen im Glauben uns näher zu sich führt.
Aber eigentlich kann man sich Jesus so wie Petrus nur Knien näheren in der Erkenntnis, dass ich ein Sünder bin und seine Gnade nciht verdient habe.

Du bist nicht allein

Math 28:16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. 17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Du bist nicht allein!

So heißt das Thema unseres Gottesdienstes

Dabei machen wir gerade ganz viele Erfahrungen mit Alleinsein.

  • Wir sitzen alleine im Zimmer.
  • Haben nur Kontakt über Telefon oder Zoom
  • Ganz besonders schwierig ist die Situation für Studierende aus dem Ausland
  • Wir spüren auf einmal wie wichtig uns soziale Kontakte sind.

Der Mensch ist nun mal ein soziales Wesen.

  • Wir brauchen uns!
  • Wir vermissen uns!
    Telefon und Videokonferenz sind kein Ersatz für eine Umarmung oder einen Kuss

Jesus sagt: „Ich bin bei euch“
„alle Tage bis an das Ende der Welt“

Ist die Welt schon untergegangen?

Gott sei Dank noch nicht.
Nein, wir leben noch.
Also gilt der Satz, den Jesus sagt noch:
„Ich bin bei Euch“
Die spannende Frage ist:

„Wie ist Jesus bei uns?“

Wie kann einer, der vor 2000 Jahren gekreuzigt worden ist, bei uns sein?

Und die römischen Soldaten, die ihn ans Kreuz annagelten, verstanden ihr Handwerk.
Wie kann einer,der von den Toten auferstanden ist bei sein?
Die Physiker, Naturwissenschaftler und Techniker unter euch könnten sich nun den Kopf zerbrechen:
Wenn es stimmt, dass es Äquivalente zwischen Masse, Energie und Information gibt, ist vieles möglich.
Man diskutiert sogar darüber ob es Paralleluniversen gibt.
Warum sollt es also unmöglich sein, dass Jesus auferstanden ist und in einer anderen Dimension, die wir nicht begreifen, bei uns ist.

Persönlich glaube ich:

Wenn wir unser Herz für Jesus öffnen, dann ist Jesus ganz stark in unseren Gedanken gegenwärtig.
Jesus füllt uns dann ganz aus von Innen her aus
Über diese Erfahrung können wir gerne dann noch im Chat sprechen.

Jesus sagt: „Mir ist gegeben alle Vollmacht im Himmel und auf Erden“

Schwer zu glauben, dass Jesus alle Vollmacht hat auf dieser Erde.

So viel ist ja nicht Ordnung

  • Krieg und Gewalt.
  • Und jetzt die Corona -Pandemie.

    Aber Vollmacht heißt, er hat die Möglichkeit, alles zu tun.

    Möglichkeit heißt, Jesus kann alles tun aber er muss nicht alles tun.
    Gott hat sich für einen anderen Weg entschieden.
    Jesus sendet seine Jünger in unserem Text hinaus in die Welt

    Wir Menschen sind seine Möglichkeit.

    Du bist seine Möglichkeit
    Gott hat dich erschaffen
    Die Zahl der Möglichkeiten die menschliche DNA zu kombinieren übersteigt sogar die Zahl der Atome im Universum, sagen Fachleute
    Wie dem auch sei, du bist eine von Gottes Möglichkeiten
    Einzigartig
    Jede und jeder ist ein Gedanke Gottes
    Dir ist die Gabe des Lebens geschenkt

In unserem Predigttext spricht Jesus von der Taufe.

Die Taufe ist ein Sakrament, das evangelische und katholische Christen mit allen Christen auf der Welt verbindet.
An sieh denken wir jetzt, wenn wir auf unsere Kerzen sehen.
Die meisten von uns haben sogar eine Taufkerze, die bei ihrer Taufe angezündet wurde.
In der Taufe sagt Gott zu uns:
Er möchte sich in dir und durch dich verwirklichen

Und er sagt zu Dir: Ich bin bei dir, du bist nicht allein!

Ich bin bei dir in meinem auferstanden Sohn Jesus Christus-
Über Dein Verstehen und Begreifen hinaus.
Amem

Jesus und die Streichhölzer

Hebräer 10,23 Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; 24 und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken 25 und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.

Forscher haben herausgefunden:
Es gibt ein innere Kraft, die uns hilft, Krisen zu überstehen.
Sie nennen diese Widerstandskraft Resilenz.
Langzeitstudien haben ergeben:
Unsere Widerstandskraft wird durch die Verbundenheit mit einer christlichen Gemeinschaft gestärkt.
Warum ist das so?
Christen helfen und stärken sich gegenseitig.

Ein Streichholz kann man durchbrechen.
Mehrere Streichhölzer nicht.

Sie geben sich gegenseitig Halt.
Das soll aber in Liebe und gegenseitiger Achtung geschehen.
Echte christliche Gemeinschaft führt nicht in die Enge
Sie führt in die Weite

Aber es ist nicht nur die Kraft, der vielen einzelnen kleinen Streichhölzer die uns trägt.
Es gibt da noch einen, der ganz fest bei uns ist.

Wir als als Streichhölzer sind ja nur klein und zerbrechlich.
Er ist wie ein starker Stamm an dem wir uns anlehnen dürfen.

Er ist wie eine Hülle, die uns als Streichholzbündel schützend umgibt.

Ich rede von Jesus Christus.
Er ist das große Thema des Hebräerbriefes.
Er ist der Mittler, der Hohepriester zwischen Gott und uns Menschen.
Das Bekenntnis zu ihm nennt der Hebräerbrief: Bekenntnis der Hoffnung
An dem Bekenntnis zu Jesus sollen wir festhalten.
Gerade jetzt in diesen Zeiten.
Durch Jesus gehören wir alle zur weltweiten Familie Gottes.
Wir sind nicht allein.
Wir sind durch den heiligen Geist als Schwestern und Brüder verbunden.
Diese Gemeinschaft stärkt und trägt uns, gerade jetzt in Krisenzeiten.

Wie kann das heute konkret aussehen?

Gerade heute gilt es aufeinander zu sehen.
Wo ist jemand der Hilfe braucht?
Wo ist jemand dem die Isolation zu schaffen macht?
Wir sind aufgerufen auf die Schwächeren acht zu geben.
Wir sollen andere schützen, indem wir Masken tragen.
Gerade jetzt gilt es, den Kontakt zueinander aufrecht zu erhalten
Wir haben trotzdem ja noch so viele Mittel und Möglichkeiten um miteinander in Verbindung zu bleiben
Nützen wir sie!

Nachfolge in Zeiten von Korona

Nachfolge in Zeiten von Korona

Eine Predigt über Lukas 9,57 ff

Kronoavirus

vielleicht können sie es schon nicht mehr hören

Aber ich frage, was hat der Koronavirus mit Jesus zu tun?

In unserem heutigen Predigttext geht es um die Nachfolge

Und Nachfolge heißt, Jesus kommt an erster Stelle

Alles was wir als Christen sehen und erleben

  • geschieht durch
  • und mit Jesus

Beispiel

Als meine Frau und ich mit der einjährigen Marit nach Tansania ausgereist sind haben wir uns über vieles Gedanken gemacht

Was ist wenn unser Kind stirbt

  • z.B. an Malaria

Was ist, wenn einer von uns stirbt

  • z.B bei einem Unfall
  • und medizinische Hilfe nicht rechtzeitig kommt

wir haben Vorsorge getroffen

  • Vollmachten beim Notar hinterlassen

aber wir haben Jesus bewusst an erster Stelle gestellt.

im Leben und im Sterben

wir haben uns von Gott in eine (zumindestens) aus europäischer Sicht Ausnahmesituation rufen lassen

für viele Menschen bricht mit Korona ihre heile Welt zusammen

wenn der gewohnte Trott nicht so weiter geht

dabei wird jetzt offensichtlich, was eigentlich immer gilt

unser Leben unsere Gesellschaft hängt an einem seidenen Faden

und wir sind alle in Gottes Hand

Dietrich Bonhoeffer: Nachfolge

eigenes Erlebnis

  • Annahof Teestube bekehrt
  • Jugendgruppe in Pfersee
  • eines meiner ersten geistlichen Bücher die ich gelesen habe
  • mir sind damals die Augen aufgetan worden
    • ja ich kann mich noch gut erinnern
    • dass es da noch eine andere Dimension im Christsein gibt.
    • und ich bin in der Teestube umeinander spaziert
    • und habe andere jugendliche darauf angspesprochen

Kernthesen sind heute noch gültig

  • billige Gnade
    • Gnade ohne Ruf in die Nachfolge
    • Rechtfertigung der Sünde und nicht des Sünders
    • Gnade ohne umkehr
    • Vergebung ohne Buße
    • Folge so sieht es Bonhoeffer: Preis ist der Zusammenbruch der organisierten Kirchen (S 10)
  • teure Gnade
    • Verborgene Schatz im Acker
    • teuer ist sie weil sie uns in die Nachfolge ruft
    • sie kostet uns das Leben, weil es nicht mehr uns sondern Jesus gehört
    • und weil sie erst dadurch unser Leben uns neu geschenkt wird
    • sie rechtfertigt den Sünder
    • teuer ist weil, sie Gott teuer gewesen ist und er seinen Sohn dafür gegeben hat

Bonhoeffer schreibt in seinem Buch über unsere Predigtstelle

Sein Grundteneor ist dabei

  • Wer Jesus nachfolgt hat keine unimittelbare Beziehung zu sich oder der Welt, sondern Jesus ist der Mittler
  • diese Radikalität wird in den drei Begegnungen ausgedrückt

Der erste Mensch

  • kommt zu Jesus und möchte Jesus nachfolgen
  • welcher heuer Entschluss
  • aber Jesus weist ihn zurück
    • er könnte doch sagen
    • wie schön das du da bist
    • endlich hast du zu mir gefunden
    • wie da so in der Willkommenskultur üblich ist
  • Das kann man nicht aus eigenem Entschluss wählen
    • Nachfolge ist kein ethisches Programm
    • sondern persönliche Beziehung zu jesus
    • mit ihm nach Jerusalem zum Kreuz zu gehen
    • Wer mir nachfolgen will der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach
  • Nicht wissen wo sie das Haupt hinlegen
    • Haben sie das erlebt?
      • Unterwegs
      • Jakobspilgern
        • Herberge
        • Haben es mit unseren Kindern nicht geschafft
    • Hohes Mass an
      • Ungewissheit
      • Unsicherheit
  • nicht wissen, wie es morgen mit Korona weiter geht
  • Jünger Jesu kennen diesen Zustand
    • es ist alles ungewiss
    • aber das eine ist gewiss
    • Mit Jesus ist uns alles geschenkt
    • denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben mich scheiden kann von der Liebe Gottes, die ist in Jesus Christus

Der Zweite Mensch

  • steht im Konflikt zwischen Jesus und dem Gesetz
    • er möchte noch vorher seinen Vater begraben
  • Nach dem Gesetz
    • Vorschrift die Eltern zu begraben
    • Ehre Vater und Mutter
    • Älteste Sohn musste nach einem Jahr die Gebeine des toten Vaters noch einmal ausgraben und die Gebeine in einem Kasten erneut beizusetzen
    • er bitten also noch um einen Jahr Aufschub für die Nachfolge
  • den eigenen Vater nicht begraben können
    • Meine Frau Ellen war schwanger in Tansania mit unserem dritten Kind
    • Konnte nicht heimfliegen, um ihren Vater zu begraben
    • Ich auch nicht, weil ich auf sie aufpassen musste
  • Auch an dieser zweiten Geschichte wird deutlich: Jesus steht an erster Stelle
    • Jesus ist mehr als das Gesetz
    • In ihm ist das Gesetz erfüllt
    • Er kann das Gesetz vollmächtig auslegen
    • Die Beziehung zu ihm hat Vorrang gegenüber Tradition und Gebräuchen
  • Viele Gewohntes müssen wir zur Zeit aufgeben
    • Das Händeschüttlen
    • manche Umarmung
    • den Klingelbeutet
    • Das Abendmahl
    • Jesus bleibt

dritte Mensch

  • stellt Bedingungen für die Nachfolge
  • lass mich zuvor von meiner Familie verabschieden
    • auch Elia hat sich von seiner Familie verabschiedet, bevor er den prophetischen dienst begonnenen hat.
  • aber es gibt keine Bedingungen in der Nachfolge
    • kein Handel mit Gott
    • Entweder Jesus steht an erster Stelle oder nicht
  • Nachfolge ist einfach
    • Gott gibt alles für dich in seinem Sohn
    • und du gibst alles für ihn

Bedeutung heute

allgemein

  • a) Nachfolge streicht die innere Beteiligung des Einzelnen an seinem Christsein heraus. jeder Christ tritt durch die Nachfolge in ein persönliches Verhältnis zu Christus.
  • b) Christsein kann vom Nachfolgegedanken her nur als die radikale Inanspruchnahme des Menschen durch Gott verstanden werden. Dies macht jedes selbstgewähltes Ethos oder jeder selbstgewähltes Lebenskonzept zunichte.
  • c) Christsein ist auch immer verbunden mit der Bereitschaft zum Leiden für Christus. Christsein ist deshalb Leidensnachfolge hinter dem Herrn, der ans Kreuz gegangen ist.

in der Korona krise

  • Nachfolge ist ein Ausnahmezustand
    • kein Platz wo wir unser Haupt hinlegen können
    • die normalen Gebote und Regeln sind außer Kraft gesetzt
    • Wer in der Nachfolge Christi lebt kennt das
    • er/sie kann deshalb bei äußeren Krisen ruhig und gelassen sein
    • er /sie kann die notwendigen Schritte zum Schutz der Gesundheit im Vertrauen auf Gott tun.
  • keine Angst mehr vor dem Tod
    • es ist schlimm wenn alles in dieses Leben rein muss
    • für uns Christen geht das Leben nach dem Tod weiter
    • ja wir glauben sogar, dass wir mit Jesus unserem Herrn dann vollkommen vereint sind
  • zwischen mir und der Krise steht Jesus
    • wenn ich ihm alles gebe
      • meine Ängste
      • meine Gedanken
    • ist er ganz für mich da

Montag morgens, der Wecker klingelt

Predigt über Röm 5,1-5

Montag morgens der Wecker klingelt

Was haben sie von meiner Predigt noch behalten?

Alltag beginnt

Arbeit

Schule

Alltäglichen Sorgen

Was bedeutet diese Verse dann noch?

Gerecht geworden durch den Glauben

Christen brauchen heute einen langen Anlauf um das zu erklären

Gerecht

Uns fehlt der allgegenwärtige Gerichtsgott

  • Er ist ist kein Problem mehr
    • Wie zur Zeit des Paulus
    • Wie zur Zeit Luthers
  • Wir müssten also sehr weit ausholen
    • Dazu ist keine Zeit am Montag morgen

Den Anforderungen des Alltags gerecht werden

  • Das steht auf der Tagesordnung
  • Im Büro
    • Die Todoliste
    • Der schwierige Kollege
    • Die Management Entscheidung von der das Wohl der Firma abhängi ist
  • Schule
    • Prüfung
    • Mündliche noten
  • in der Familie
    • wie werde ich meinen Kindern gerecht
  • Das meint gerecht durch den Glauben zunächst nicht
    • Nur durch den Glauben schreibe ich noch keine gute Note
      • Ich muss schon lernen
    • Nur durch den Glauben wird die Arbeit noch nicht erledigt
      • Ich muss mich schon auf die vier Buchstaben setzen

Gerechtigkeit im umfassenderen Sinn

  • Gerechtigkeit die vor Gott gilt
    • Nicht nur dieser Tag
    • Nicht nur in einezelnen Handlungen
    • Die Summe aller einzelnen Handlungen
    • das ganze Leben
  • Es fällt uns schwer diese Perspektive einzuehemn
    • Das ganze zu sehen
    • Die Perspektive des Richters
  • Zugänge
    • Schreiben sie mal ihre eigene Beerdigungansprache
      • Was soll da genannt werden?
    • vielleicht während einer Pilgerwanderung
    • Nahtoderfahrungen
      • Rückblick des Lebens
      • wie in einem Tunnel läuft das Lebenrück wäert

durch den Glauben

Glaube als Grundfaktor des menschlichen Lebens

  • Wier können gar nicht leben ohne zu glauben
  • kein Mensch kann das
  • Wir sind auf Zukunft angelegt wesen
  • Wir glauben an der Bushaltestelle daran, dass der Buss kommt
  • Wir glauben zu mindestens irgendwie daran, dass wir eine Prüfung bestehen
    • sonst würden wir gar nicht lernen
    • es wäre sinnlos
  • Wir vertrauen darauf, dass wir am Monatsende unser Gehalt bekommen
    • sonst würde wir gar nicht arbeiten
  • Wir glauben an die Zukunft unserer Kinder

Leben wir aus dem Glauben

  • Alle was nicht aus dem Glauben heraus geschieht ist Sünde
  • Nicht auf das Bestehende, Sichtbare hin
  • Sonder auf das Zukunfütige, Werdende
  • Größte Herausforderung ist Liebe
    • Sie wächst aus dem Glauben heraus
    • Aus dem Vertrauen

Glaube an Jesu Christus

  • Nicht ich kann mein Leben vollenden
  • Sondern es ist in Gott vollendet
  • Am Kreuz
  • Ist die Liebe erbracht, die ich bringen sollte und doch nicht erbringen kann
  • In ihm ist das Gesetz erfüllt
  • Ich brauche es nur anzunehmen
    • Und die Frage aller Fragen ist erfüllt
    • Dann wäre das geklärt, dann kann ich mich den alltäglichen Fragen wieder zu wenden

Montag Morgen, der Wecker klingelt

Es geht also heute nicht um die Frage aller Fragen

Denn die wichtigste Frage ist geklärt: Habe ich friede mit Gott?

Friede im biblischen Sinn ist mehr als Waffenstillstand

Friede im biblischen Sinn ist mehr als das nicht Vorhanden sein von Krieg

Versöhnung

  • Freundschaft mit Gott
  • in und mit und durch seinen Sohn Jesus Christus
  • daher kommt ja das Wort „Versöhnung“

Es geht als nicht mehr um die Wichtigste Frage, sondern nur (!) um die Details dieses Tages

Mein Leben ist in Gottes Hand

Ich darf die Aufgaben sehen, die vor mir liegen und ihnen gerecht werden

Ich darf auch Fehler machen

  • Weil damit noch nicht alles verloren ist

Ich darf auch in Bedrängnissen darauf vertrauen

  • und Bedrängnisse, das wiss wir alle, gibt es viele jeden Tag
  • davon und wie sie in unserem Leben wirken
  • und Gott durch sie unser Leben verändert, wär noch viel zu sagen

Liebe Gotte ist ausgeggossen in unsere Herzen durch den Hl. Geist

  • die Liebe die ich erbringen soll ist mir geschenkt
  • ausgegossen in mein Herz
  • die Liebe zu mir
  • zu anderen
  • und auch zu Gott meinen Schöpfer