Pfingsten

Pfingsten Apg 2,1-18

Hören sie hier den soundtrack

Was ist los?

Jesus ist fort

  • gespannte Erwartungen

  • Furcht vor Verfolgungen

  • verschließen sich im Raum

Gedanken der Jünger

  • War es das jetzt?

  • Werden wir alle sterben, wie Jesus?

  • Was hat das allles zu bedeuteten?

Mischung aus Furcht und Hoffnung

Das Ereignis

Äußere Zeichen

Brausen vom Himmel

  • Geist als Wind

1Kön 19,12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.

erfüllte das ganze Haus

2Chr 7,1 Und als Salomo sein Gebet vollendet hatte, (a) fiel Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer, und (b) die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus,

Feuerzungen

  • reinigende Kraft

Auswirkungen

  • Coming out
  • Überwindung der Frucht
  • Vom Zweifeln zum Bekennen
  • Vom Schweigen zum lauten Sprechen
  • Vom Nichtverstehen zum Verstehen
  • Die Sprachbarieren die aus der Sicht der Bibel seid dem Turmbau von Babel entstanden sind werden überwunden

Deutung

  • schon damals umstritten

sie sind voll des süßen Weins

  • Braucht der Ausdeutung durch die Predigt und das Alte testament

  • Petrus beruft sich auf den Propheten Joel

Ap. 2,16 sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist: 17 »Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, daß ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Traumgesichte haben; 18 und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen.

Damit wird deutlich: Was hier passiert ist Gottes Werk. Es sind nicht ein paar Verrückte die ausflippen. Es ist vorhergesagt. Und jetzt ist es erfüllt.

Wie gehen wir heute damit um?

Haben charismatische Erfahrungen in der Großkirche überhaupt ihren Platz?

Ich habe schon viel gehört in unser bayerischen Landeskirche

  • Das hat hier bei uns keinen Platz
  • Das hat hier keine Tradition

Ist das nur etwas für die Pfingstkirchen oder charismatische Sondergruppen

  • Sind wir nur eine Kirche des Wortes

  • die sich nicht auf eine zweideutige Erfahrung einlässt?

Warum aber steht das dann in der Bibel?

  • im AT und NT wird über den Geist berichtet?

der durch die Propheten gesprochen (heißt es im Nicaenum)

zudem ist Pfingsten doch die Geburtsstunde unserer Kirche?

  • jeder Kirche

  • und damit auch der Lutherischen

Der Gehalt - Pfingsten als soziale Erfahrung

sie waren zusammen an einem Ort

keine mystische Einzelerfahrung

Dass der Heilige Geiste einzelne Menschen tief berührt.
Das er ihnen tief ins Herz spricht
Ihnen Jesus ganz nahe bringt
Das kommt auch vor, jeden Tag
Und es damals zu Pfingsten auch passiert
Aber das Besondere war, dass sie es alle zusammen erfahren haben.

Unterscheidet sich auch von der Zugenrede, die Paulus erwähnt= Sprachwunder

  • individuelle Gabe
  • Engelsprache
  • dient der eigenen Auferbauung

eine öffentliche Erfahrung

  • sie findet nicht mal in einem Gebäude sondern aufe einem öffentlichen Platz statt
  • alle können das Evangelium hören
  • alle können die Jünger sehen

begleitet durch die Predigt

sie hat Auswirkung auf die Kirche: positiv

  • keine Spaltung
  • Zuwachs von Gläubigen

Wo machen wir diese Erfahrung heute?

Wir haben alle positive Erfahrungen mit Gemeinschaft, sonst wären wir heute morgen nicht hier

  • Beim Gottesdienst
  • Feste (Jakoberkirchweih)
  • Bibelfrühstück
    Und wir vermissen diese Art von sozialen Kontakten jetzt gerade sehr

Aber wir lieben Veranstaltungen, wo wir uns sicher fühlen

Ein gutes Beispiel dafür ist unser traditioneller liturgischer Gottesdienst

  • es ist alles geregelt
  • bis auf das Singen der Lieder (und das ausführliche Singen vermissen wir jetzt besonders)
  • ich brauche, wenn ich nicht will, nichts Persönliches von mir preisgeben
  • ich kann die Türen meines Herzens verschlossen halten, wie die Jünger ihre Türe verschlossen hatten aus Angst vor den Juden

Wir sind schon sehr merkwürdige Wesen

Wir sehen uns nach tiefer echter Gemeinschaft

  • Wir brauchen Beziehungen
  • Unser Gehirn ist darauf angelegt
  • gerade in Zeiten des social distancing wird uns das neu bewust
  • wir haben einen Hunger nach sozialer Nähe

Aber gleichzeitig haben wir davor Angst

Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß

  • Angst voreinander
  • Angst sich bloss zu stellen
  • Angst, das Falsche zu sagen
  • Angst vor religiöser Erfahrung

eigenes Thema:

Durch die Erfahrung er Vergebung durch Jesus Christus am Kreuz wird die Angst überwunden. Auch das ist das Werk des Hl. Geistes. Erlösung und Versöhnung

So bleibt Pfingsten aktuell

  • Es ruft uns auf zu gemeinsam Warten, Hoffen, Beten, wie die Jünger amals

  • Darum zu bitten, dass wir unsere Angst voreinenader überwinden

  • Pfingsten gibt uns die Hoffnung , dass Gottes Geist uns verbindet und uns tiefe Gemeinschaft schenkt.

  • Dass Gott es ist, der die Kirche am Lebe erhält durch und in seinem Sohn Jesus Christus, dessen Geist in uns lebt. Amen

Der unfassbare Hl. Geist

Was mich am Hl. Geist ärgert, ist dass er so unfassbar ist.
Wenn es um Jesus geht, dann haben wir umfangreiches Material in den Evangelien. Eine historische Persönlichkeit. Manches mag zwar umstritten sein, aber wir haben ihn immerhin.
Auch bei Gott dem Vater gibt es einiges zu bereden. Es geht ja darum, ob und wer die Welt erschaffen hat.
Aber beim Geist. Er ist geradzu glitschig, nicht umsonst wird er ja mit Wasser verglichen, er ist flüchtig wie der Wind und fliegt wie eine Taube davon.
Mein ganzes Leben bin ich jetzt schon auf der Suche nach ihm. Forsche, frage, erfahre und scheine doch nicht weiter zu kommen.

Geist als empirischer Begriff

Man kann ihn noch eingermaßen als ein individuelles und interpersonelles Phänomen beschreiben. Neurologisch und soziologisch gibt es darüber viel zu sagen. Doch leider finde ich dazu in vielen Theologiebüchern nichts. So wird das Menschliche oft ausgeklammert. Und viele sind über diese Falle gestolpert in dem sie menschliche Phänomene mit dem Etikett "heilig" versehen haben.
Man meinte es wäre ein göttliches Phänomen und landet dann doch wieder auf dem Boden der irdischen Wirklichkeiten. Das ist Geist als empirischer Begriff.
Hier lasssen sich tatsächlich einfache Aussagen machen: Geist ist wenn es fließt. Wenn es einfach ist. Wenn ich mich, wenn wir uns leicht und unbeschwert fühlen. Geist das ist der Flow.
Es geht dabei um zentrale Fragen des ganzheitlichen Wohlbefinden eines Menschens. Und es werden dabei wichtige Fragen der Selbssteuerung des Menschen berührt.

Geist als virtueller Begriff

Doch das, was die Bibel und die altkirchlichen Bekenntnise über den Geist lehren, ist noch mal etwas ganz Anderes: der Geist ist keine menschliche Dimension, sonder eine Dimeinsion des Göttlichen. Er ist nicht nur eine unpersönliche Naturkraft, sondern hat an Gottes Personalität Anteil. Damit ist der Geist nicht nur Erfahrung, sonder ein virtueller Begriff, ein Symbol. Es interpretiert Erfahrungen und es verändert Erfahhrungen. Allerdings sind diese Pneumatologien mit Vorsicht zu genießen. Denn sie machen es kompliziert.
Sie sind deshalb nur noch bedingt für Selbststeuerungsprozesse verwendbar.